Bubble Tea: Herkunft und Ursprung

Voll im Trend: Bubble Teas großes Comeback 

Wer sich aktuell durch Deutschlands langsam wieder belebte Innenstädte bewegt, der wird immer häufiger lange Schlangen sehen. Natürlich vor so ziemlich jedem Laden, in den zugangsbeschränkt nur eine bestimmte Anzahl an Personen rein darf – allen voran aber auch vor Bubble Tea Läden. Besonders Teenager und junge Erwachsene erfreuen sich an dem Trendgetränk. Aber was ist Bubble Tea eigentlich? Wo kommt er her? Und vor allem: Wo kann ich mir auch einen kaufen? 

Bubble Tea Trend in Deutschland und weltweit

Bubble Tea ist durchaus kein neues Phänomen in Deutschland, im Gegenteil. 2011 und 2012 gab es den ersten großen Bubble Tea Hype. Innerhalb von knapp zwei Jahren schossen hunderte Läden aus dem Boden, es gab mehrere große Ketten und an fast jeder Ecke konnte man sich einen Becher mit Bubble Tea holen. Das Geschäft boomte, selbst McDonalds nahm Bubble Tea auf seine McCafé Menüs. Kaum ein deutscher Teenager wusste im Sommer 2012 nicht, was ein Bubble Tea ist, jeder hatte davon gehört. Doch genauso schnell wie der Trend kam, verschwand er auch wieder. Von jetzt auf gleich blieben die Kunden weg, unzählige Läden mussten schließen und Bubble Tea war wie vom Erdboden verschluckt. Bis jetzt.

In den letzten Monaten und Jahren feierte der Bubble Tea sein Comeback in Deutschland. Stetig wächst der Umsatz, neue Läden schießen überall aus dem Boden und schaut man sich beim Schlendern durch eine belebte Innenstadt einmal aufmerksam (und unauffällig) um, so erblickt man überall Menschen mit Bechern gefüllt mit Bubble Tea in den unterschiedlichsten Varianten. Bubble Tea ist zurück in Deutschland. 

Doch da Deutschland nicht der Nabel der Welt ist, werfen wir doch einen Blick auf andere Länder. In den USA beispielsweise gibt es Bubble Tea schon seit Ende der 1990er Jahre und erfreut sich steter Beliebtheit. Auch im Vereinigten Königreich wird Bubble Tea seit 10 Jahren geliebt, Tendenz steigend. Und im asiatischen Raum ist Bubble Tea eines der beliebtesten Getränke überhaupt – nicht verwunderlich, da der Ursprung in Taiwan liegt. In den vergangenen Jahren stieg die Vielfalt von Bubble Tea immer weiter an. So gibt es mittlerweile alkoholische Getränke mit Bobas, oder sogar Bubble Tea Pizza.

Woher kommt Bubble denn nun?

Über die Erfindung des Bubble Tea scheiden sich die Geister, zwei Firmen beanspruchen die Erfindung jeweils für sich. In den 1980er Jahren war der ursprüngliche Bubble Tea in Taiwan stark im kommen. Milchtee gemischt mit Sirup wurde mit Eis so lange geschüttelt, bis beim Servieren lauter kleine Bläschen (Bubbles) obendrauf schwammen. Laut dem Hanlin Tea Room erfand deren Inhaber den heute bekannten Bubble Tea. Er wurde inspiriert, weiße Tapioka-Perlen in seinen milchigen Tee zu geben. Chun Sui Tang behauptet jedoch, dass eine Mitarbeiterin in einem langweiligen Meeting Tapioka-Perlen in ihren Tee gab und positiv überrascht war. 

Fakt ist, dass der Bubble Tea in den späten 1980ern in Taiwan erfunden wurde und seitdem weltweit auf Erfolgskurs ist. Die Taiwanesen sind so stolz auf diese Erfindung, dass seit 2018 jedes Jahr am 30. April der National Bubble Tea gefeiert wird, und im letzten Jahr gab es sogar Diskussionen darüber, Bubble Tea im neuen Design des Taiwanesischen Reisepasses zu integrieren.

Bubble Tea, Boba, Perlen Tee

Schaut man sich einmal auf dem Menü einem der unzähligen Bubble Tea Läden um, dann springen einem Begriffe wie Boba, Milk Tea, Pearl Milk Tea und ähnliches ins Auge. Aber warum? Und was bedeutet das? 

Bubble Tea bedeutet wörtlich “Bläschentee”. Diese Beschreibung kommt ursprünglich von der Zubereitungsart des Schüttelns, wodurch viele kleine Bläschen auf der Oberfläche schwammen. Mittlerweile denken viele allerdings, dass der Begriff von den im Tee schwimmenden “Bläschen” kommt. Diese sind allerdings eher Perlen als Blasen, wodurch sich auch “Perlentee” erklärt. Im asiatischen Raum wird oft der Begriff “Boba Tea” genutzt, wobei “Boba” hier Perle heißt. Im Endeffekt meinen alle diese Begrifflichkeiten dasselbe: Bubble Tea. Aber jetzt ans Eingemachte: Was genau ist eigentlich Bubble Tea? 

Mix and Match – die Rezeptur von Bubble Tea

Bubble Tea ist extrem vielfältig, aber im Grunde ist das Rezept immer ähnlich. 

Die Basis ist, wie der Name schon verrät, Tee. Und auch hier zeigt sich schon die Diversität, denn man kann zwischen den unterschiedlichsten Teesorten auswählen. Gängig bzw. klassisch sind Schwarztee, Grüntee und Jasmintee, aber es spricht auch nichts gegen andere Teesorten.

Diese Basis wird dann zumeist mit Fruchtsirup oder Fruktose versetzt – und auch hier gilt: es gibt quasi alles. Von Kiwi über Litschi bis hin zu Beeren oder Mango, sowie auch nicht-fruchtige Sirups wie Karamell oder ähnliches – je nach Laden gibt es alles, was das Herz begehrt. 

Nun zum Wichtigsten, denn bis hierher ist es ja “nur” Tee mit Sirup: die Perlen, Bobas, Bubbles, Jellies – das Topping eben. Ursprünglich wurden ausschließlich Tapioka-Perlen genutzt, erbsengroße Perlen, die aus der Stärke von Maniok-Wurzeln bestehen und vorgekocht werden müssen, wodurch sie eine Konsistenz ähnlich wie Gummibärchen erhalten. Da Tapioka einen neutralen Eigengeschmack hat, werden die Perlen in Sirup eingelegt, was beim Zerkauen einen wunderbar süßen Geschmack hinterlässt. 

Als zweite Möglichkeit gibt es die sogenannten “Popping Bobas”, Perlen mit einer Fruchtsaft-Füllung, die beim Zubeißen aufplatzen. Auch diese Bobas gibt es in sämtlichen Geschmacksrichtungen, sodass man seiner Kreativität beim Zusammenstellen seines eigenen Bubble Teas freien Lauf lassen kann. Wunderbar ist, dass die Hülle nicht aus Gelatine, sondern aus Agar-Agar besteht, ein Geliermittel aus Algen, was sie vegan macht. Dann gibt es noch Jellies aus Nata de Coco, aus Kokos hergestellte Geleestücke, die zwar gelatineartig sind, aber doch recht bissfest beim Zubeißen. Auch diese gibt es in unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen, da die Jellies in Sirup oder Fruchtsaft eingelegt werden. 

Abgesehen von diesen drei gängigen Toppings sind auch hier der Fantasie keine Grenzen gesetzt. So gibt es beispielsweise Toppings aus Red Beans (also Rote Bohnen), Pudding, frischen Früchten, Chia-Samen, oder sogar Mini-Mochis, sowie aus vielem anderen mehr.

All diese Zutaten werden dann gemischt und mit einem breiten Strohhalm getrunken, damit die Toppings auch mit aufgesogen werden können. Und fertig ist ein wunderbar erfrischendes Getränk – perfekt für Sommer und Winter, da Bubble Tea sowohl kalt als auch warm getrunken werden kann. 

Neuer Aufschwung – und woher bekomme ich jetzt einen Bubble Tea?

In den letzten Monaten hat Bubble Tea wieder einen enormen Aufschwung in Deutschland erlebt. Neue Läden ploppen überall auf, auf TikTok ist das Trendgetränk längst in aller Munde und der deutsche Gesamtumsatz geht in die Höhe. Nun stellt sich also nur noch die Frage: Woher bekomme ich einen Bubble Tea zum Genießen? Die einfachste Antwort darauf lautet: Google Maps fragen. In fast jeder größeren Stadt in Deutschland gibt es mittlerweile wieder mehr Bubble Tea Läden als man zählen kann. Selbst die Corona-Pandemie kann dem keinen Abbruch tun, denn ein Bubble Tea ist perfekt zum mitnehmen. Einfach anstellen, bestellen, mitnehmen und genießen. Oder alle Zutaten bestellen und zu Hause den Bubble Tea selbst machen! [Hier findet ihr alles, was ihr dazu braucht]